Weber, Mathis + Nina

Nina über Nina: Nachdenken mit den nötigen Pausen, den Austausch suchen, auf den eigenen Anspruch hören. Und wenn nötig, Nein sagen. So einfach kann Gestalten sein.

Wo liegen deine Schwerpunkte?

Meine Stärken liegen im Bereich Printdesign mit Fokus Editorial, Konzeption und Text. Ich fühle mich aber auch in der digitalen Welt daheim.

Das Abschalten vom Berufsalltag ist oft nicht einfach. Manche Projekt beschäftigen einen auch in der Freizeit – gerade wenn man sich tiefgehend damit auseinandersetzt. Wie kannst du am besten abschalten?

Privat beschäftige mich gerne mit ganz anderen Dingen. Da interessieren mich soziologische, psychologische, wirtschaftliche oder andere gesellschaftlich relevante Themen. Der mentale Abstand zur Gestaltung tut mir gut und meine Arbeit profitiert davon.

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Gibt es Grenzen, die du als Gestalterin nicht überschreiten würdest?

Wenn ich die Weltansichten eines Kunden nicht teilen oder unterstützen kann, dann muss ich „nein“ sagen. Es würde mir zum Beispiel schwer fallen, für einen politischen Wahlkampf oder einen religiösen Verein zu gestalten.

Wie arbeitest du am liebsten mit anderen zusammen?

Für mich ist es besonders wichtig, in der konzeptionellen Phase ein Gegenüber zu haben, mit dem ich mich austauschen kann. Hier eine gute Basis zu haben, ist maßgeblich für den positiven Verlauf des Gestaltungsprozesses.

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Worauf vertraust du, wenn mal etwas schief geht?

Ich habe sehr hohe Ansprüche an mich selbst, im ersten Moment ärgert es mich natürlich sehr. Aber Fehler passieren, das ist ganz menschlich. Im besten Fall lernt man etwas daraus.

Wofür brauchen wir Krisen? Any Lifehacks zur Krisenbewältigung?

In einer Krise – egal ob beruflich oder privat – ist man zuerst einmal überwältigt. Später kommt die Zeit der Reflexion. Ich denke, dass man auch aus negativen Erlebnissen etwas Positives ziehen kann und somit etwas für die Zukunft gelernt hat. Es hilft, sich das vor Augen zu halten, wenn man noch mitten in der Krise steckt.