Weber, Mathis + Lea
Was muss gutes Design für dich können?
Es muss etwas auslösen. Das kann eine Emotion sein, Neugier oder einfach das Gefühl, dass etwas hängen bleibt. Ich finde spannend, wie Gestaltung einem ganz alltäglichen Produkt oder Objekt plötzlich Charakter und Bedeutung geben kann. Gutes Design soll für mich außerdem Spaß machen, lebendig sein und sich verändern können, ohne seine Idee zu verlieren. Gerade weil heute alles sehr schnell passiert, finde ich es schön, wenn Gestaltung es schafft, für einen Moment Aufmerksamkeit zu bekommen.
Was zeichnet dich aus?
Ich glaube, dass ich mit meiner positiven Art und meinem Humor den Arbeitsalltag ganz gut auflockern kann. Gleichzeitig weiß ich aber auch, wann volle Konzentration gefragt ist. Ich bin einfach der Meinung, dass man mit ein bisschen Spaß meistens auch besser arbeitet.
Was inspiriert dich?
Vor allem Reisen und Orte, an denen viel passiert. Mein Auslandssemester in Lissabon hat mich da sehr geprägt. Unterschiedliche Menschen, lebendige Straßen, kleine Cafés, Kultur und überall neue Eindrücke. Ich mag Städte, die ihren eigenen Charakter haben und an jeder Ecke etwas Neues zu entdecken bieten.
Hast du gestalterische Prinzipien, bei denen der Zug drüberfährt?
Ich bin definitiv Team „zuerst denken, dann gestalten“. Bevor ich loslege, muss die Idee für mich Sinn ergeben. Ich möchte wissen, warum ich etwas so gestalte und was ich damit erreichen will.
Welcher Entscheidung wirst du für ewig dankbar sein?
Der Entscheidung, schon während des Studiums zu arbeiten und eigene kleinere Projekte anzunehmen. Dadurch habe ich früh gelernt, Verantwortung für meine Arbeit zu übernehmen, meinen eigenen Entscheidungen zu vertrauen und herauszufinden, wie ich am besten arbeite. Das Studium hat mir eine wichtige Basis gegeben, aber vieles versteht man erst richtig, wenn man es in der Praxis selbst machen muss.
Wann ist deine Arbeit deiner Meinung nach komplett?
Für mich ist eine Arbeit dann komplett, wenn die Idee funktioniert, alles schlüssig zusammenpasst und ich mit einem guten Gefühl dahinterstehe. Ich glaube man findet im Nachhinein fast immer noch eine Kleinigkeit, die man anders machen könnte. Entscheidend ist für mich aber, dass ich das Ergebnis guten Gewissens dem Kunden übergeben kann und er am Ende genauso zufrieden damit ist.